Im Jahr 1881 wurde der Verein von Nikolaus Köhler und 40 jungen sangesfreudigen Männern, unter dem Namen „Harmonie“ gegründet. Als 1. Dirigenten konnte er Herrn Loy gewinnen. Nach drei Jahren Auf bauarbeit in der „Harmonie“ war 1885 die erste Fahnenweihe, der erste Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. 1889 wurde Herr Johann Schwab zum Nachfolger des verstorbenen 1. Vorsitzenden und Vereinsgründer Nikolaus Köhler gewählt. Herr Phillip Kopp übernahm im Alter von 25 Jahren den Dirigentenstab. Beide verstanden es, den Verein hervorra gend zu führen. Als der Verein im Jahr 1906 sein 25jähriges Jubiläum feierte, konnten noch die Mitgründer der „Harmonie“ Johann Ludwig Schwab, Matthäus Merget, Johann Marzellin Kopp und Franz Zeiger geehrt werden.Das im Jahr 1910 begangene 25jährige Fahnenjubiläum sollte der letzte Höhe punkt für einen längeren Zeitraum sein. Im selben Jahr erfolgte noch ein Wechsel in der Vereinsführung. Das Amt des 1 Vorsitzenden übernahm Herr Valentin Reising, ihm blieben leider nur 4 Jahre bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges. Durch den Krieg kam die Gesangestätigkeit vollkommen zum Erliegen. Erst im Jahr 1919 konnte die gesangliche Tätigkeit weder aufgenommen werden. 1 Jahr später, 1920, erfolgte der Beitritt zum Deutschen Allge meinen Sängerbung. Bis 1923 gelang es dem Verein, die gesangliche Basis mit mehreren Auszeichnungen bei Kreisliedertagen und Wertungssingen beträchtlich zu erweitern. 1923 erfolgte dann der Zusammenschluß mit dem 1904 gegründeten Arbeitergesangverein „Vorwärts“.
Dieser Verein stand unter der Leitung von Dirigent Wilhelm Mook aus Hanau, 1. Vorsitzender war Herr Josef Daus. Wegen Krankheit musste Herr Mook sein Dirigentenamt niederlegen. Herr Phillip Kopp übernahm die Leitung des Vereins. Nun hatten die beiden Krotzenburger Gesangvereine den gleichen Diri genten, einer Verschmelzung stand nichts mehr im Weg. Dieser Zusam menschluß hatte den Namen „Freie Sängervereinigung Harmonie“. Zum 1 Vorsitzenden wählte man Valentin Reising, den langjährigen Vorsitzen den der „Harmonie“. Mit über 100 Sängern gehörte die „Freie Sängerver einigung Harmonie“ zu den stärksten Gesangvereinen der Kreisgruppe Hanau des DAS. 1929 feierte man das 25jährige Gedenken der Gründung der Arbeiter sängerbewegung, sowie das 30järige Dirigentenjubiläum von Chormeis ter Phillip Kopp. Für seine Verdienste ernannte man ihn zum Ehrenchor meister. Leider musste dieser Dirigent sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Sein Sohn Phillip Kopp jun. übernahm die Leitung des Vereins, dieses Amt konnte er nur bis 1933 ausüben. Am 30.01.1933 wurde der Führer der NSDAP, Adolf Hitler, zum Reichs kanzler ernannt. Eines der ersten deutschen Gesetze dieser neuen Regie rung verbot alle Arbeitergesangsvereine und Organisationen. Zum Glück konnte man 1931 das 50jährige Jubiläum des ehemaligen Gesangvereins „Harmonie“ in einer akademischen Feier begehen. Nachdem die Sängertätigkeit verboten war, wurde das gesamte Vereins vermögen beschlagnahmt, verkauft oder vernichtet. Nachdem die „Freie Sängervereinigung Harmonie“ aufgehört hatte zu existieren, sangen viele im Sängerchor der Turnerschaft, der noch existent war.
Dieser Chor wurde 1924 ins Leben gerufen. Dirigent Phillip Kopp sen. betreu te auch diesen Verein. Auch hier musste er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Herr Wilhelm Bretthauer aus Großauheim übernahm seinen Platz nur kurze Zeit. Durch seinen Tod wurde er 1928 durch Herrn Jean Bauer aus Jügesheim ersetzt. Nach 10jähriger Tätigkeit im Turnerchor schied er aus. Nach ihm folgte Herr Fritz Löser aus Frankfurt. Sein Engage ment dauerte drei Monate, denn 1938 kam Herr Gesser aus Steinheim. Am 1. September begann der 2. Weltkrieg. Bedingt durch diese unabänderliche Tatsache brach die Sängertätigkeit zum dritten Mal zusammen. Ab 1945 (Kriegsende) erlaubten die amerikanischen Besatzungsmächte auf Antrag wieder die gesangliche Tätigkeit. Bei Besprechungen zwischen Sängern der ehemaligen „Freien Sängervereinigung Harmonie“ und dem Sängerchor der Turnerschaft beschloss man, alle Sänger in einem Verein zusammenzuführen. Der neue Verein erhilt den Namen „Volkschor“ und als Gründungsjahr wurde das Jahr der Gründung der „ Harmonie“ ange nommen – 1881 –. Am 25. August 1946 wurde die Gründungsversammlung durch Herrn Josef Kopp eröffnet. Sodann rief Herr Ferdinand Frickel als Beauftragter des früheren Gesangverein „Freie Sängervereinigung Harmonie“ den neu benannten Verein wieder ins Dasein zurück. Als 1. Vorsitzenden wählte man Adam Josef Kopp, 2. Vorsitzender wurde Matthäus Schwab. Beisitzer Ferdinand Frickel, Vizedirigent Adolf Zilg. Hermann Gesser, der schon vor 1945 Dirigent war, blieb es auch weiterhin. Unter seiner Leitung, die über 13 Jahre andauerte, wurden beachtliche Leistungen von kulturellem Wert erzielt. Ihm war es zu verdanken, dass ein leistungsfähiger Knaben chor entstand. Von dem 1946 gegründeten Knabenchor sind heute noch viel Sänger im Verein tätig, zum Teil in verantwortlichen Positionen. Einen besonderen dank galt Herrn Paul Klein und Marzelin Klein, die leider nicht mehr un ter uns weilen, für den Einsatz bei der Rückgewinnung des beschlagnahm ten Vereinsmaterials. Viele Probleme hatte man mit Räumlich keiten für die Singstunden, gesungen wurde zuerst im ehemaligen Gasthaus „An ker“, dann in der alten Schule, bis man 1948 das Gasthaus „Weißes Ross“ als Vereinsheim gewinnen konnte. 1951 beging der Volks chor sein 70- jähriges Vereinsjubiläum, gleichzeitig wurde die Vereins fahne geweiht. 1952 erklärte Chormeister Gesser seinen Rücktritt. Aus Niederroden kam der neue Dirigent, Herr Christian Siegler. Unter seiner Stabführung wur den Singspiele und Operetten einstudiert, ein starker Jugendchor ins Leben gerufen sowie 1961 der Frauenchor gegründet. Das 75jährige Be stehen des Vereins wurde 1956 gefeiert. Der 1. Vorsitzende Adam Josef Kopp legte in diesem Jahr sein Amt wegen schwerer Krankheit nieder. Herr Martin Bodensohn übernahm dessen Amt.
1961 wurde ebenfalls mit einem großen Fest der 80jährige Geburtstag des Vereins begangen. 1963 musste Herr Martin Bodensohn aus gesundheit lichen Gründen zurücktreten. Sein Nachfolger wurde Herr Josef Werner. Nachdem Christian Siegler 1966 wegen Überlastung seinen Dirigenten posten zur Verfügung stellte, wurde Herr Manfred Küchler neuer Dirigent des „Volkschores“. Mit dem aktiven Männerchor und dem überregional bekannten Quartett wurden in der nachfolgenden Zeit große gesangliche Höhepunkte erreicht. 1971 wurde das 90jährige bestehen des „Volkchores“ gebührend gefeiert. Der Verein bereitete sich auf mehrere Kurkonzerte in Schlangenbad und Karlsruhe vor. Diese Konzerte wurden ein großer Erfolg. 1974 konnte der Chor bei der ersten Teilnahme an einerm Preissingen in Somborn bei stärkster Konkurrenz den ersten Klassenpreis und den ersten Ehrenpreis erringen. Die Vorraussetzungen dazu schuf der dama lige Dirigent Manfred Küchler und der Einsatz aller aktiven Sängerinnen und Sänger. Die Bestandserhaltung und Motivierung des aktiven Chores war und wird immer eine der ersten Aufgaben des Vorstandes sein. So wurde von Herrn Günter Knospe, Herrn Matthäus Schwab und Herrn Ernst Weih 1975 der Kinderchor gegründet. Der mit über 50 Kindern star ke Chor wurde viele Jahre von der beliebten Dirigentin Daniela Fischer betreut. 1975 feierte unsere Heimatgemeinde ihren 800jährigen Geburtstag, der vom „Volkschor“ in vielfältiger Weise unterstützt wurde. Aus diesem Anlass wurde auch erstmals eine Schallplatte des Volkschorquartetts ver öffentlicht. Die 95jährige Feier des „Volkschores“ im Jahre 1975 wurde mit einem Wertungs-, Freundschafts- und Rundfunksingen begangen. 1977 wurde Herr Gerhard Klein zum 1. Vorsitzenden gewählt und ein Jugendchor angegliedert, der viele Jahre lang von Daniela Fischer geleitet wurde. Ein Jahr später 1978, waren zwei Veranstaltungen zu erwähnen, das 4. Folklore Festival und das große Herbstkonzert im Schubertjahr. 1978 fuhr der „Volkschor“ zum Preissingen nach Lampertheim und erreichte unter sechs Vereinen in der Klasse 4 den 1. Klassenpreis, den 2. Ehrenpreis und den Dirigentenpreis. Das Jahr 1979 begann wie üblich mit dem Familienabend und der eben so traditionellen närrischen Singstunde. Hervorzuheben war in diesem Jahr das Kurkonzert in Bad Ems, ein Dreiakter, einstudiert von der The atergruppe des „Volkschores“, das außergewöhnliche und bestechende Ereignis aber war das Konzert zum Advent in der St. Nikolaus Kirche Klein-Krotzenburg. Im Anschluss an das erwähnte Konzert verabschiede te sich der Chor und der Vorstand in einer Feierstunde von ihrem Diri genten Manfred Küchler. Man dankte für seine hervorragende Arbeit und wünschte ihm viel Erfolg für sein weiteres Schaffen.
1980 musste als erstes ein neuer Dirigent gesucht werden, nach langem Suchen gelang es, den richtigen Mann zu fi nden, Herrn Friedemann Kun der, der Musik und Gesang studiert hat. Er brachte den Chor in kürzester Zeit auf ein hohes Niveau. Das Jahr stand ganz in den Vorbereitungen für das große Fest, 100 Jahre „Volkschor“ 1881–1981. In diesem Jahr fand auch der Umzug von der Vereinsgaststätte „Weißes Ross“ in das neue Sängerheim statt. Am 15.11.80 wurde im Rahmen einer Feierstunde den Ortsvereinen Volkschor 1881, Männerchor Frohsinn und dem Deutschen Roten Kreuz das Vereinshaus, Krotzenburger Straße/Ecke Kettlerstraße, von Herrn Bürgermeister Wemelka übergeben. 1981 feierte der Volkschor sein 100jähriges Vereinsbestehen. Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten durch ein Jubiläumskonzert am 17. Mai in der Radsporthalle. Hier trat die Tanzgruppe des Volkschores unter der Lei tung von Frau Marieluise Ott zum ersten Mal auf. Bei der akademischen Feier wurde unserem Verein durch den hessischen Ministerpräsidenten die Zelterplakette verliehen. Es ist eine der höchsten Auszeichnungen, die einem Gesangverein zuteil werden kann. Höhepunkt bildete ein großes Jubiläums-Sängerfest vom 21.–24. August. Es wurde ein Freundschafts singen mit 40 befreundeten Chören durchgeführt sowie ein bunter Abend mit vielen bekannten Künstlern.
1982 beteiligte sich der Frauenchor erstmals erfolgreich an einem Gesangswettstreit in Froschhausen. Auch der Männerchor konnte un ter der Leitung von Friedemann Kunder sehr gute Gesangliche Erfolge erzielen. Völlig überraschend beendete er seine Tätigkeit, indem er ei ner Verpfl ichtung als Sänger zum Theater nach Heidelberg folgte. Als Nachfolger wurde der junge talentierte Chorleiter Georg Winkler aus Zell hausen engagiert. Im April 1984 gab es erneut einen Dirigentenwechsel. Musikdirektor Gerhard Oefner aus Lützelhausen übernahm den Frauen-, Männer- und Jugendchor. Der Kinderchor wurde seitdem von Frau Dabiela Fischer geleitet. Am 21. September 1984 mußten wir von unserem Ehrenvorsitzenden Josef Werner Abschied nehmen, der ganz plötzlich und unerwartet starb. Am 28., September verstarb unser 1. Vorsitzender Gerhard Klein nach langer schwerer Krankheit. Diese beiden Männer haben Jahrzehn te mit großem Engagement unseren Verein geleitet und sind uns heute noch ein großes Vorbild. Für uns ist eine Verpfl ichtung, in ihrem Sinne weiterzuarbeiten. 1985 wurde einstimmig Siegfried Gabele als neuer 1. Vorsitzender gewählt. Man feierte das 10jährige Bestehen unseres Kinderchores. Es wurde ein schönes Konzert mit 10 Kinderchören veranstaltet. Besonders geehrt wur den die Gründer des Kinderchores: Helmut Knospe, Matthäus Schwab und Ernst Weih sowie die Betreuer Maria Fritscher, Hildegard Ziegan und Werner Fischer. Bei der Beteiligung am Chorwettbewerb der SV Neuses konnte sowohl der Männer- als auch der Gemischte Chor den 1. Klassen preis erringen. Daniela Fischer übernahm die Leitung des Jugendchores „Kleiner Chor“, der Kinderchor wurde in „Junger Chor“ umbenannt. Das Dorffest wurde erstmals am Vereinsheim gefeiert mit vollem Erfolg. Höhepunkte des 105jährigen Bestehens des „Volkchores“ 1986 waren der Jubiläumsabend am 26. April 1986 und das Prädikatwertungssingen am 27. April 1986 in der Kreuzburghalle. Der Frauenchor feierte sein 25-jäh riges Bestehen. Besonderer Höhepunkt war hier der Gesangswettstreit in Saulheim, bei dem es dem Frauenchor gelang, alle ersten Preise zu errin gen. Den Abschluß des Jubiäumsjahres bildete ein gut besuchtes Chor konzert in der Radsporthalle. 1988 erreichte der Frauenchor einen guten 2. Platz beim Wettstreit in Nieder-Saulheim. Beim Gesangswettbewerb in Wehbach konnte der Ge mischte Chor einen 1. Preis verbuchen. Zugunsten des Wiederaufbaus unserer zerstörten Kirche gab der Verein am 22. Oktober 1988 ein viel seitiges Chorkonzert mit allen Sparten in der Kreuzburghalle. Beim Gesangswettstreit in Neuses am 17. Juni 1989 konnte sich der Chor bei starker Konkurrenz einen guten 2. Platz sichern. Am 24. Juni 1990 wurde der 15. Geburtstag des Kinderchores mit einem Kinderchorsingen in der Kreuzburghalle gefeiert. Der Chor hatte mittler weile eine Stärke von 50 Kindern. Besonders gefi elen dem Publikum Aus schnitte aus dem Musical „Cats“ und „Mary Poppins“. Am 16. September 1990 ersang sich der Gemischte Chor viermal den 1. Preis beim Wettstreit in Ebernhahn. Am 7. Oktober 1990 konnte die Gemeinde die Neueinweihung unserer St. Nikolaus-Kirche feiern. Hier gestaltete unser Chor die Messe musikalisch mit. Sehr großen Anteil an diesen gesanglichen Erfolgen hatte unser langjähriger Chorleiter, Mu sikdirektor Gerhard Oefner. Mit seinem Können und seiner Erfahrung schaffte er es immer wieder, die Sängerinnen und Sänger neu zu begeis tern. Auch die Geselligkeit im Verein kam nicht zu kurz. So gehörten Maskenbälle, Dorffest, Vereinsausfl üge, Familienabend und Nikolausfeier zum Jahresprogramm. 1991 war für den Volkschor ein ganz besonderes Jubiläumsjahr. Gefeiert wurden das Bestehen von 110 Jahren Volkschor, 30 Jahren Frauenchor und 10 Jahre Tanz-gruppe. Höhepunkt der Feierlichkeiten war das Fest wochenende vom 27. bis 30. September in der Kreuzburghalle. Freund schaftssingen, bunter Abend, nationaler Chorwettbewerb und eine Ver einsolympiade mit acht Mannschaften örtlicher Vereine bildeten das Programm. Allerdings nahm das Fest durch einen Todesfall während des Chorwettbewerbes einen ungünstigen Verlauf. Im Festjahr nahm der gemischte Chor an drei nationalen Wettbewerben teil. Am 12. Mai belegte er bei den Sängertagen in Lindenholzhausen gegen starke Konkurrenz von 6 Chören den zweiten Platz. Am 9. Juni wurden bei der Cäcilia in Höchst bei Gelnhausen alle ersten Plätze geholt. Ebenso beim nationalen Chorwettbewerb de Sängervereinigung in Hau sen am 16. Juni. Am traditionellen Familienabend setzte die Tanzgruppe einen besonderen Höhe-punkt auf Rädern. Mit der Aufführung des welt bekannten Musical „Starlightexpress“ wurden in Hainburg und der Regi on neue künstlerische Maßstäbe gesetzt. Das Jubiläumsjahr endete mit einem Konzert geistlicher Chormusik in der Sankt Nikolaus Kirche. In 1992 wurde die Rollschuhakrobatik des „Starlightexpresses“ durch die Tanzgruppe an drei Fremdensitzungen der Öffentlichkeit präsentiert. 1993 organisierte der Volkschor erstmalig ein Übungswochenende. Das Trainings-lager fand im Kreisschullandheim in Affhöllerbach statt. In ruhiger, ungestörter Atmosphäre wurden wichtig Dinge wie Stimmaus gleich, Notenkunde und vieles mehr den Sängerinnen und Sängern nä hergebracht. Nicht zu kurz kam natürlich die Geselligkeit. Am 11. April 1994 stellte sich der gemischte Chor im nationalen Chor wettbewerb der Harmonie in Neuses der Konkurrenz. Gegen vier Wett bewerbe wurde der erste Platz belegt. Der Ausfl ug der Aktiven führte in diesem Jahr an die Lahn. Am 18. Juni 1995 belegte der gemischte Chor beim Nationalen Chorwett bewerb des Männergesangverein 1945 Meerholz den 2. Platz. Zum 115-jährigen Vereinsjubiläum veranstaltete der Volkschor am 27.April 1996 in der Kreuzburghalle ein Konzert unter dem Motto „A wonderful world“, Musik aus aller Welt. Geboten wurde bun te Unterhaltung mit Swing, Pop, Rock, Gospel, Musical mit Tanz und Percuss-ionsgruppe. Alle Sparten des Volkschores waren dafür im Einsatz. Das Jubiläumsfest im August wurde im Festzelt gefeiert. Höhepunkte waren Kinderolympiade, Matineesingen, Western & Countrynight und Oldienight. Der Ausfl ug der Aktiven führte in diesem Jahr nach Dinkels bühl. In diesem Jahr endete auch die erfolgreiche 12-jährige Zusammen arbeit mit dem Dirigenten Gerhard Öfner, neuer Chorleiter wurde Martin Bous. Am 6. Mai 1997 gab es für den gemischten Chor einen bemerkenswerten öffentlichen Auftritt. Auf dem Brüder Grimm Platz in Hanau waren wir Gast bei dem bekannten Dirigenten und Komponisten Gotthilf Fischer und regten mit ihm die Hanauer Bürger zum mitsingen an. Die jüngste Sparte des Volkschores, der Choir of Modern Art feierte sein 10 jähri ges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert am 27. September und einem Gospelkonzert am 28. November in der Nikolaus Kirche 1998 wurde das Vereinsheim umfangreich renoviert und mit einer klei nen Feier wieder in Betrieb genommen. Nach knapp dreijähriger Tätig keit verließ uns Chorleiter Martin Bous und Klaus Vetter übernahm sein Amt. Auch Daniela Hielscher beendete in diesem Jahr ihre Tätigkeit als Chorleiterin des Kinder- und Jugendchores nach 14 höchst erfolgreichen Jahren. Klaus Vetter übernahm auch dieses Amt. Im Jahr 2000 veranstaltete der Kinderchor anlässlich seines 25-jährigen Bestehens ein Kinderchorsingen in der Radsporthalle. Acht Chöre aus der Region gaben ihre musikalische Visitenkarte ab. Dirigent Klaus Vetter verläßt den Volkschor. Markus Meier übernimmt sein Amt. Am 6. Mai nimmt der gemischte Chor an dem nationalen Chorwett bewerb der Eintracht 1875 Beilstein teil. Diesmal reichte es nur zu einem dritten Platz. Der Volkschor trennte sich von seinem neuen Dirigenten. Als neuer Chorleiter konnten Hubert Reuter verpfl ichtet werden. Anfang des Jahres 2001 konnte Anja Riethausen als Dirigentin für den Kinder- und Jugendchor verpfl ichtet werden. Sein 120-jähriges Bestehen feierte der Volkschor mit einem Abend der Chormusik unter dem Motto „Vocal total“. Nach kurzer akademischer Feier die von Kinder- und Jugendchor untermalt wurden, eröffnete der gemischte Chor das Konzert mit seinem neuen Chorleiter Hubert Reuter. Der Gesangverein Jugendfreund 1888 Watzenborn-Steinberg, der Männerchor Horbach und der Liederkranz Zellhausen gaben bei diesem Konzert ihre musika lischen Visitenkarten ab. Für den interessierten Hörer war dieses Konzert ein wahrer Kunstgenuss. Der nächste Höhepunkt war der Starabend am 22. September in der Kreuzburghalle. Star des Abends war Karell Gott. Ausklang des Jubiläums jahres war ein geistliches Chorkonzert in der Sankt Nikolaus Kirche am 25. November gemeinsam mit dem Vokalensemble Gric aus Zagreb. Das Jahr 2002 stand ganz unter internationalem Motto. Auf Einladung des Prager Chores „Prazsky smiseny sbor“ startete der Volkschor zu einer Konzertreise vom 21. bis 24. März 2002 nach Prag. Gemeinsames Konzert am 22. März in der Sankt Thomas Kirche, musikalische Gestaltung der Messe in der Kirche Heilige Himmelfahrt im Strahow Kloster am 23. März, und Konzert in der Kolonade in Marienbad am 24. März waren die musikalischen Höhepunkte. Brauereibesichtigung in Pilsen, Stadtfüh rung in Prag, Schifffahrt auf der Moldau und gemütlicher Abend im Tho maskeller die touristischen Leckerbissen. Am 15. September nimmt der gemischte Chor am nationalen Chorwettbewerb in Dudenhofen teil und erhält den 1. Klassenpreis. In 2003 gibt der Vorsitzende Siegfried Gabele nach 17 Jahren sein Amt ab. Neu gewählt werden Paul Ott Geschäftsführung und Marina Salg Wirt schaft und Wolfgang May Öffentlichkeitsarbeit. Siegfried Gabele wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In 2004 gibt Anja Riethau sen die musikalische Leitung des Kinder- und Jugendcho res ab. Neu verpfl ichtet wird Steffen Bodensohn. Am 11. Juli nimmt der gemischte Chor am nationalen Chor wettbewerb des Männerge sangvereins Edelweiß Alzen teil. Platz eins in der Klasse wird belegt. Gesanglicher Höhepunkt des Jahres war ein Adventkonzert in der Sankt Nikolaus Kir che mit dem ungarischen Streichquartett Lazlo Apro und den Solisten Jonas und Uta Bodensohn. 2005 stand ganz unter einer neuen internationalen ge sanglichen Bewährung. Auf Einladung der Dommusik Salzburg unternahm der ge mischte Chor wieder eine Konzertreise. Vom 28. bis 30. Oktober ging es diesmal in die Mozartstadt. Die mu sikalische Gestaltung der Messe am Sonntag gelang
dem Chor hervorragend. Stadtführung, Burgbesichtigung, Abendessen im Stiftskeller und die schönsten Seiten der Mozartstadt waren die tou ristischen Höhepunkte. Der „Volkschor“ kann auf sein 125jähriges zurückblicken. 125 Jahre Ver einsgeschichte bedeutet eine hohe Verpfl ichtung für die lebende Gene ration. Wir wollen das bewahren, was an Wertvollem entstanden ist und weiterwirken an dem, was durch die langen Jahrhunderte geschaffen worden ist. Chorgesang ist die außergewöhliche Möglichkeit, Gesellig keit zu pfl egen und die Gemeinschaft mit anderen Menschen zu kultivie ren. Singen macht Freude und bereichert unser Leben. Gerade in unserer heutigen Zeit, der Ausbreitung der Medien und ge sellschaftlichen Veränderungen, braucht unser Verein weiterhin Idealis ten, Männer und Frauen, die für den Chorgesang die richtige Einstellung haben. Die Vorbereitung für das bevorstehende Fest sind bereits im Gange. Vor stand und Festausschuss haben wieder alle Hände voll zu tun, um für einen reibungslosen Ablauf des 125jährigen Festes zu sorgen. Zum Schluss bleibt uns noch zu wünschen, dass die Darbietungen der Sängerinnen und Sänger auch auf das Publikum übergehen und die Fest tage für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Fortsetzung folgt!